Wiesbaden

Hessischer Landtag
Hessischer Landtag

Landeshauptstadt Wiesbaden

Wiesbaden, die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Hessen, gehört mit seinen 15 Thermal- und Mineralquellen zu den ältesten Kurbädern in Europa. Die heißen Quellen waren schon den Römern bekannt und so errichteten sie etwa in der Zeit um 6 bis 15 nach Christi Geburt hier eine Befestigung. Plinius der Ältere beschrieb in seinem Werk Naturalis historia im Jahr 77 die Quellen, damals entstand die römische Siedlung Aquae Mattiacorum, der Hauptort des römischen Verwaltungsbezirks Civitas Mattiacorum in der Provinz Germania superior. 828 bis 830 erwähnte Einhard, der Biograf Karls des Großen, erstmals den Namen Wisibada, was soviel wie „das Bad in den Wiesen“ bedeutet.

Quellen in Wiesbaden

In der Innenstadt von Wiesbaden gibt es noch immer 14 heiße Quellen, deren Temperatur zwischen 46 und 66 Grad Celsius liegt. Die Quellen der Stadt machen Wiesbaden zum zweitergiebigsten deutschen Heilbad nach Aachen. Wiesbadens Quellen haben eine Ergiebigkeit von etwa 2 Millionen Litern am Tag – und seit der Zeit der Römer sind in der Stadt Bäder in Betrieb. Einige der Quellen sind bis heute frei zugänglich. So auch die ergiebigste Quelle Wiesbadens, der Kochbrunnen und die römisch-irische Kaiser-Friedrich-Therme mit Saunalandschaft sowie das Thermalbad Aukammtal. Außerdem finden sich viele private Badehäuser in der Stadt, sie werden überwiegend von Hotels betrieben. Außer dem Kochbrunnen findet man noch weitere Trinkhallen, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind: den Bäckerbrunnen und Wiesbadens 15. Quelle, den Faulbrunnen. Dieser verdankt seinen Namen den Schwefelverbindungen mit ihrem typischen Geruch. Allerdings wird der Faulbrunnen wegen seiner geringen Temperatur nicht als Therme bezeichnet.

Kurort Wiesbaden

Die kochsalzhaltigen Thermalquellen werden von Besuchern genutzt, die an rheumatischen Erkrankungen und Katarrhen der Atmungsorgane leiden.

Größen wie Goethe, Dostojewski, Wagner, Brahms und von Jawlensky kurten in Wiesbaden und machten hier auch wegen der Spielbank Station.

Marktkirche Wiesbaden
Marktkirche Wiesbaden

Was gibt es in Wiesbaden zu sehen?

Mit dem Ende des ersten Weltkrieges und der Besetzung durch französische Truppen endete Wiesbadens Zeit als berühmteste Bäderstadt Deutschlands.

Wiesbaden liegt am Südhang des Taunus in einer Gebirgsmulde und kommt so in den Genuss eines milden Klimas. Die Stadt zählt mit ihren etwa 1565 Sonnenstunden im Jahr und einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,8 Grad Celsius zu den wärmsten deutschen Städten.

In Wiesbaden findet der Besucher das größtes Museum der Stadt, das Museum Wiesbaden. Es ist gleichzeitig das Landesmuseum Hessens und besitzt eine Kunstsammlung, eine naturhistorische Sammlung und eine Sammlung Nassauischer Altertümer. Zu den bedeutendsten Exponaten zählt ein umfassendes Werk des russischen Künstlers Alexej von Jawlensky und eine der ältesten Insektensammlungen mit Schmetterlingen von Maria Sibylla Merian.

Auch das Erfahrungsfeld der Sinne im Schloss Freudenburg, ein Frauenmuseum. Heimatmuseen, ein Deutsch-Jüdisches Museum, das Museum auf Burg Sonnenberg und vor allem die Freilichtmuseen mit römischen Ausgrabungsstücken am Römertor zeigen den Gästen der Stadt Interessantes aus Geschichte, Kunst und Kultur.

Besonders interessant ist, dass Wiesbaden mit 5 Jahreszeiten aufwartet. Alle haben sie etwas Besonderes und werden von den Wiesbadenern eine wie die andere geliebt:

Im Frühjahr gibt es seit 2001ein großes Filmfestival des osteuropäischen Films und bereits seit 1896 trägt das Hessische Staatstheater hier seine Maifestspiele aus. Nicht zu vergessen das Appelblütefest, bei dem in den Höfen entlang der Hauptstraße der beliebte Apfelwein ausgeschenkt wird und in Festzelten ausgelassen gefeiert wird.

Zu Pfingsten dann findet im Schlosspark zu Bieberich ein sportlich-gesellschaftlicher Höhepunkt statt: das internationale Reit- und Springturnier. Hier sind immer alle Großen des internationalen Reitsports zugegen.

Auch in die Pfingstzeit fällt das Kranzplatzfest. Dieses wird gleich neben der Hessischen Staatskanzlei ausgerichtet und lockt alljährlich viele Besucher an.

Im Sommer, im Juni, startet das größte Straßenfest in Deutschland. Seit 1977 wird das Wilhelmstraßenfest begangen und neben den kulinarischen Spezialitäten wird auf sechs Bühnen Musik gespielt – 40 000 Besucher jährlich sind vom Theatrium, dem Theater im Freien, begeistert.

Im Rahmen des Schiersteiner Hafenfestes finden dann im Juli die Drachenbootrennen statt und man kann dem Spektakel von der Uferpromenade zuschauen.

Wer Skaten mag sollte sich im Juli und August die Skate Nights nicht entgehen lassen. Gemeinsam mit der Stadt Mainz richtet Wiesbaden diesen Event aus.

Die Rheingauer Weinwoche im August punktet mit der längsten Theke der Welt – hier wird nur Rheingauer Wein angeboten und am Monatsende startet dann das alternative Folklorefestival gleich neben dem Hauptbahnhof.

Wer sich für das Treiben hinter den Kulissen eines Theaters interessiert sollte das Theaterfest des Hessischen Staatstheaters im September besuchen. Bei freiem Eintritt kann hier ab 14 Uhr Theaterluft geschnuppert werden.

Auch das Taunusstraßenfest ist ein Schmankerl – hier werden für 2 Tage im September die historischen Straßen und Gebäude zur Bühne für faszinierende Kulturspektakel.

Mitte September heißt es dann „Wiesbaden Tanzt“. Hier kann man zwei Tage lang seine Lust am Tanz entdecken. Tanzperformances, Tanzpartys mit Live-Musik und verschiedenste Workshop-Angebote lassen die Stadt in einen Rausch aus Musik und Bewegung versinken.

Der September klingt mit dem Stadtfest, dem Herbstmarkt und dem Erntedankfest aus.

Im Herbst, am vierten Donnerstag im Oktober, öffnet sich die Bühne für den „Andreasmarkt“. Das älteste Wiesbadener Volksfest lässt sich bis in das Jahr 1350 zurückverfolgen und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit..

Im November findet in den Kinos der Stadt das exground Filmfest statt und in den Rhein-Main-Hallen startet die HAFA, Hessens Aktuelle Familien-Ausstellung. Der Monat klingt mit dem internationalen Jazz-Festival „Just Music“ aus.

Im Winter zur Weihnachtszeit öffnet der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt seine Pforten für große und kleine Besucher.

Die fünfte Jahreszeit beginnt am Fastnachtssamstag mit einem Fastnachtsumzug. Der große Umzug durch die Wiesbadener Innenstadt ist dann am Sonntag und auch am Rosenmontag gibt es im Vorort Frauenstein einen Umzug. Alljährlich werden zu dieser Zeit sechsstellige Besucherzahlen gemeldet – das karnevalistische Treiben ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt.

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