Oldenburg

Oldenburg – Nordseenähe und Steinzeitspuren

Lange bevor Oldenburg 1345 das Stadtrecht erhielt siedelten hier Menschen. Westlich der Stadt, in Bloherfelde, wurden 40 Feuerstellen gefunden und es ist nachgewiesen, dass diese aus der mittleren Steinzeit (8500 – 4000 vor Christus) stammen. Wahrscheinlich wurde in diesen tiefer gelegenen Feuerstellen geräuchert und geröstet wie es bei den damaligen Jägern und Sammlern üblich war. Es wird angenommen, dass diese Stellen über die Jahrhunderte immer wieder aufgesucht wurden.

Erste Besiedelung

Bereits im 11. Jahrhundert gab es hier eine Ringwallanlage. Diese Holz-Erde –Mauer wurde aus Stämmen des Jahres 1032 errichtet. Der Heidenwall belegt also eindeutig, dass bereits um die erste Jahrtausendwende in Oldenburg Menschen in einer Art Ortschaft lebten.

Oldenburger Sehenswürdigkeiten

Oldenburg galt vor dem ersten Weltkrieg als wichtige Militärgarnison. Hier war das 91. Infanterie-Regiment stationiert und die Kasernen am Pferdemarkt legen davon noch heute Zeugnis ab.

Als Wahrzeichen der Stadt gilt weithin der Lappan. Der einstige Glockenturm der Heilig-Geist-Kapelle stammt aus den Jahren 1467/1468 und ist heute ein beliebter Treffpunkt in der Oldenburger Innenstadt.

Im spätklassizistischen Stil wurde das städtische Kulturzentrum an der Peterstraße einst erbaut und gilt heute als architektonischer Höhepunkt Oldenburgs. Einst als Krankenhaus, Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, wurde es 1838-1841 errichtet. Eine 65 Meter lange Straßenfront und ein sechsteiliger Säulenportikus lassen den dreiflügeligen Bau mit der elegant geschwungenen Auffahrt äußerst imposant wirken. Erst 1984 wurde der Krankenhausbetrieb wegen Platzmangels eingestellt und der unter Denkmalschutz stehende Komplex wurde umfassend restauriert und danach für kulturelle Zwecke genutzt.

Ein eindrucksvoller Beleg für die Epoche der Grafen und Herzöge Oldenburgs ist das Oldenburger Staatstheater. Seine Kuppel prägt das Bild der Stadt seit 1893.

Eine markant hervorspringende Dachkonstruktion ziert eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Oldenburgs: Das Degode-Haus von 1617. Es ist nach einer Kaufmannsfamilie, der Familie Degode, benannt und in seinem Inneren kann eine sehenswerte bemalte Holzdecke bewundert werden.

An der Seite des 1529 errichteten Pulverturms sind noch Reste der alten Stadtbefestigung Oldenburgs zu sehen. Der Pulverturm ist das letzte noch erhaltene Gebäude aus dieser Zeit und hier wurde tatsächlich zwischen 1740 und 1765 unter dänischer Herrschaft Pulver gelagert. 200 Jahre später wurde die Stadtbefestigung abgerissen und nur der Pulverturm blieb erhalten um hier Eis für die Speisen der Hofküche zu lagern. Heute finden im Pulverturm Kunstausstellungen statt.

Aus dem Jahr 1888 stammt das Alte Rathaus Oldenburgs. Wegen seiner dreieckigen Form bezeichnet man es gern als originellstes Gebäude aus der Gründerzeit. Täglich kann man vier Mal das Glockenspiel vom Rathaus hören: Es erklingt um 11, 14, 17 und 19 Uhr.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Oldenburg sind die Lambertikirche, das Oldenburger Schloss und die Schlosswache, das Prinzenpalais, Deutschlands älteste Fußgängerzone und die Cäcilienbrücke.

Grünes Oldenburg

Zwei Flussarme der Hunte prägen das Oldenburger Stadtbild. Am Schloßgarten entlang, nahe der innerstädtischen Fußgängerzone, fließt die alte Hunte. Sie speist den alten Hafen und hier findet sich auch das Flussbad „Olantis“. 2008 wurde der Schl0ossgarten 200 Jahre alt. Hier erfreuen sich Besucher an uralten Bäumen, Wasserzügen und sanften Wiesen. Der Park wurde einst im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und ist wahrlich ein grünes Juwel.

1882 wurde der Botanische Garten in Oldenburg als Seminargarten gegründet. Heute können in verschiedenen Pflanzenrevieren etwa 7000 verschiedene Pflanzenarten und exotische Gehölze bewundert werden.

…zu guter Letzt

Wer im Winter nach Oldenburg kommt wird staunen, denn die Oldenburger stapfen durch die Kälte und genießen Grünkohl – Oldenburg ist die „Kohltourhauptstadt“ Deutschlands!

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