Frankfurt am Main

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Frankfurt am Main besuchen

Frankfurt ist eine Stadt der Türme und Inseln. Je dichter die hermetischen, unzugänglichen Hochhäuser der Banken heranrücken, je näher rücken die Menschen zusammen. Und so herrscht in der Stadt des Geldes und der Dienstleistungszentralen auch Lebensqualität. Städtereisende werden eine quirlige Metropole mit wunderbar beschaulichen Plätzen, neu erkannter und für das urbane Leben aktualisierter alter Bausubstanz und einem bemerkenswerten Kulturangebot begegnen.

Kultur in Frankfurt

Frankfurt ist die Geburtsstadt des berühmten Dichters Johann Wolfgang von Goethe. Am 28. August 1749 wurde er hier im Haus am hirschgraben 23-25 als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Leider fiel das Haus den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer, es wurde aber mühsam rekonstruiert und gilt heute als eine restaurierte Nachempfindung der Lebensart des Frankfurter Patriziats um 1780. In diesen mauern saß der junge Wolfgang an bedeutenden Werken wie dem „Urfaust“ oder dem „Götz von Berlichingen“. Goetheliebhaber sollten sich am besten einer der höchst lebendigen Führungen anschließen um diese „Literaturarche“ vollends zu begreifen.

Auf den rund 20 Bühnen der Stadt heben sich mehr als 100 Mal wöchentlich die Vorhänge. Man kann Konzerte, Opern, Operetten, Musical, Show, Kabarett und vieles mehr erleben und genießen. Ein besonderes Highlight ist das weithin bekannte „Deutsche Jazzfestival“!

Frankfurt ist auch für seine großartigen Museen bekannt. Internationalen Ruf genießen beispielsweise die Kunsthalle Schirn und das Deutsche Filmmuseum oder das Museum für Moderne Kunst.

Interessant ist natürlich auch ein Besuch des Klingspor-Museums. Hier tun sich geradezu ganze Buchstabenwelten auf und man erhält einen tollen Einblick in die Kunst des Buches.

Wer sich zum Beispiel eher für die Ledergewinnung und Verarbeitung aller Zeiten und Völker interessiert sollte unbedingt das deutsche Ledermuseum besuchen und dort exquisite Stücke der Lederverarbeitung aus vergangenen Jahrhunderten bewundern.

Frankfurter Architektur

Wie die Alte Oper (1880) und die Börse (1879) gehört der Hauptbahnhof (1888) zu den großen Bauten des Frankfurter Historismus. Er hat Krieg und Abrisswut überstanden und gilt in der heutigen Zeit noch immer als einer der bedeutendsten Bahnhöfe Europas – man sollte einmal die Atmosphäre dieser „Kathedrale des Fortbewegungszeitalters“ in sich aufgenommen haben.

Längst hat Frankfurt andere Industrie und Messestädte wie beispielsweise Hannover oder Nürnberg und Stuttgart zumindest eingeholt. Das dauerhafte Um- und Neubauen verrät hier eine Eigenenergie, wie nur ein über Jahrhunderte gediehener Umgang mit Geld und Genius es ermöglicht. So ist aus der Hauptstadt des Geistes und des Geldes, einer Stadt mit Messeveranstaltungen auch ein Mekka der Architektur geworden. Für das gegenwärtige Bauen sollen hier das Torhaus, die Galleria und der Messeturm genannt sein. Es wetteifern nicht mehr etliche Hochhäuser einfach nur um Höhenmeter – nein, Frankfurts Bauten wetteifern auch um Schönheit.

Gartenkunst in Frankfurt

1866 wurde Frankfurt preußisch und Herzog Adolf von Nassau übersiedelte nach Frankfurt. Die Frankfurter entwickelten Bürgersinn und so wurde die zum Verkauf stehende Tropensammlung des Herzogs erworben. Der Kunst- und Handelsgärtner Heinrich Siesmayer wurde aktiv, es wurde ein Palmenhaus gebaut und schließlich der Name Palmengarten gewählt. Sieben Schauhäuser, in denen tropische Pflanzen, Wüstenpflanzen, Pflanzen des Nebelwaldes, der Savanne, der Halb- und Nebelwüsten, des Monsunwaldes, der subarktischen Regionen etc. in gläsernen Häusern prächtig wachsen sind von einer wunderschönen Parkanlage umgeben. Leicht lässt sich hier ein ganzer Tag verbringen: ein Bootsverleih lädt zu einer Ruderpartie auf dem Weiher ein, auf einer Liegewiese lässt es sich wunderbar entspannen, kleine Cafés – der Palmengarten bietet jedem Besucher schöne Momente.

Rund um Frankfurt

Zwischen den waldreichen Mittelgebirgen Taunus, Odenwald und Spessart liegt Frankfurt. Bequem lassen sich diese Gebiete per Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen und so ist es ein Leichtes, auch außerhalb der Großstadt Frankfurt Geschichte und Geschichten in grüner Umgebung zu erleben.

Nordwestlich des Zentrums von Frankfurt am Main befand sich zu Zeiten des Römischen Limes die Ansiedlung Nida, heute Heddersheim. Viele Spuren der Römer sind im Raum Frankfurt zu finden: Reste des Limes sowie andere architektonische Zeugnisse jener Epoche und in den Museen finden sich verschiedenste Funde aus der damaligen Zeit.

Ein Streifzug durch die alten Universitätsstädte Gießen und Marburg vermittelt studentisches Flair, landgräfliche Schlösser und malerische Fachwerkgassen.

Zwischen Marburg und Biedenkopf führt die Deutsche Märchenstraße ins stille, verwunschene Land der Gebrüder Grimm und in zauberhafte mittelalterliche Städtchen.

Zur Geschichte der Stadt Frankfurt

Franconofurd,[5] auch Francorum vadus[6], lautet der Name der Siedlung auf dem Domhügel in den ersten urkundlichen Erwähnungen 794 in althochdeutscher und lateinischer Sprache. Beides bedeutet Furt der Franken und bezieht sich auf eine Felsbarriere im Untergrund des Mains, die es ermöglichte, bei normalem Wasserstand den Fluss gefahrlos zu überqueren. Die Furt hatte in der Römerzeit wohl keine strategische Bedeutung, da die von Mainz aus in das Innere Germaniens führenden Straßen den Domhügel und die sumpfige Mainniederung umgingen.

Die Römer zogen um 260 n. C. ab und die Alamannen übernahmen die Herrschaft über das untere Maingebiet und nutzten die Furt: Frankenfurt wurde sie daher von den Handelspartnern benannt.

1014–17 schrieb der Chronist Thietmar von Merseburg eine bis heute bekannte Legende von der Gründung der Stadt durch Karl den Großen nieder und bringt diese in Verbindung mit den Sachsenkriegen: „Die Herkunft dieses Ortsnamens soll dir nicht länger unklar bleiben, lieber Leser. Deshalb will ich dir jetzt erzählen, was ich von glaubwürdigen Männern darüber gehört habe. Unter der Regierung Kaiser Karls des Großen, des Sohnes König Pippins, kam es zwischen den Seinen und unseren Vorfahren (den Sachsen) zum Kriege. In diesem Kampfe wurden die Franken von den Unsrigen besiegt. Als sie nun, unkundig einer Furt, über den Main zurück mussten, ging vor ihnen eine Hirschkuh hinüber und zeigte ihnen so durch Gottes Erbarmen gleichsam den Weg. Ihr folgten sie und erreichten frohen Mutes das rettende Ufer. Danach heißt der Ort Frankfurt. Als sich der Kaiser auf diesem Feldzuge schon von den Feinden überwunden sah, wich er als erster zurück und erklärte: „Es ist mir lieber, dass die Leute mich schmähen und sagen, ich sei von hier geflohen, als ich sei hier gefallen. Denn so lange ich lebe, darf ich hoffen, die mir angetane schwere Schmach zu rächen.“

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