Kurztrip nach Cairns - Donnerstag und Freitag

 

 

Nachdem ich mir am Mittwoch überlegt habe, mein freies Wochenende zu nutzen und bei der Gelegenheit auch noch ein paar Überstunden abzufeiern, habe ich kurzentschlossen den nächsten Flieger nach Cairns gebucht.

 

Donnerstag Mittag bin ich auch schon hier, nur: der Himmel ist grau, es regnet dann und wann und das Highlight des Tages war der ausgiebige Besuch in einem Büchergeschäft, das tatsächlich auch deutsche und schwedische Bücher im Angebot hatte.

 

Aus diesem Grund gibts von dem ersten Tag keine Fotos. Nicht ein einziges.

 

Aber dann! Der Regenwald ruft! Nachdem das Wetter nicht unbedingt zu größeren Ausflügen einlädt, starte ich meine Erkundungstour mit einem touristisch ziemlich unbekannten Ziel: einem riesigen Park mit anschließendem botanischen Garten.

 

Das einzige Erschreckende ist das große "Achtung Krokodile" vor diesem Weg.

(Unglaublich, wie lange 400m sein können...)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich so froh war, den Weg aus dem Djungel überstanden zu haben, wollte ich am Ende noch ein Bild von den netten Palmen über mir machen und sehe erst durch den Sucher diese RIESIGE SPINNE.

 

Ihr könnt mir glauben, sie ist nicht vergrößert, im Gegenteil. Eigentlich ist sie noch richtig weit weg in den Bäumen...

 

 

 

 

 

 

 

 

Im botanischen Garten angekommen stelle ich fest, dass nicht nur die Tierwelt  nicht sonderlich einladend ist, sondern auch manche Pflanzen dermaßen schmerzhafte Spuren (mit Krankenhausfolgen!) hinterlassen, dass sie hinter eine abgeschlossene Vitrine müssen!

 

Nach diesen abenteuerlichen Erfahrungen habe ich mich in den nächsten Bus gesetzt und bin zu den Northern Beaches gefahren, genauergesagt nach Palm Cove.

 

 

 

Auch hier werben die Warnschilder nicht unbedingt für eine Urlaubsidylle...

 

Kein Wunder, weshalb die Strände hier meilenweit  menschenleer sind.

 

Nun ja, fast überall:

eine Mutter und ihr etwa sechsjähriges Kind haben mir die wohl einmalige Gelegenheit gegeben, zum Lebensretter zu werden.

 

Nachdem ich einige Minuten zugesehen habe, wie das Kind fröhlich und ausgelassen unter den wohlwollenden Augen seiner Mutter in den Wellen plantschte, bin ich doch hin und habe sie gefragt, ob sie denn von der Gefahr der tötlichen Quallen weiß. "Oh Gott, die gibt es hier?" "Ja, es ist immernoch Hochsaison." "Das heißt, man kann gar nicht ins Wasser?" "Nein, eher nicht." "Aber wo kann man denn dann schwimmen?" "Im Pool am Ehesten." "Und an anderen Stränden?" (Das war der Moment, wo ich wirklich an ihrem Verstand gezweifelt habe. JEDER Mensch, der nach Queensland fährt, weiß davon. JEDER!!)

Ich also wieder: "Nein, nördlich von Rockhampton sind alle Strände betroffen." "Man kann also gar nicht schwimmen?" "Nein, das ist hier keine gute Idee. Außerdem gibt es auch Haie, obwohl..." (kreischend:) "WAS, Haie gibt es hier auch?" "Nun ja, wegen der Haie würde ich mir eher weniger Sorgen machen..." "JA ABER ES PASSIERT DOCH IMMER MAL WIEDER..." "Ja, schon, aber die Haie sind ja eher IM Wasser. Hier am  Strand halte ich die Krokodile für wesentlich gefährlicher."

 

(Ich glaube, dann ist sie fast in Ohnmacht gefallen.)

 

 

Ein Wunder, dass wir alle diesen Tag überlebt haben.

 

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